DIN EN ISO 2081
Die DIN EN ISO 2081 definiert Anforderungen an galvanisch abgeschiedene Zinküberzüge auf Bauteilen aus Eisen und Stahl. Die Beschichtungen dienen in erster Linie dem Korrosionsschutz und können durch zusätzliche Umwandlungsüberzüge und Nachbehandlungen an unterschiedliche technische, funktionale und optische Anforderungen angepasst werden.
Die Norm beschreibt unter anderem Anforderungen an das Erscheinungsbild, die Schichtdicke, die Haftfestigkeit und die Korrosionsbeständigkeit der Zinküberzüge. Darüber hinaus berücksichtigt sie erforderliche Wärmebehandlungen vor oder nach dem galvanischen Beschichten, um insbesondere bei hochfesten Stahlbauteilen das Risiko einer wasserstoffinduzierten Versprödung zu reduzieren.
Die Auswahl der geeigneten Ausführung richtet sich nach dem Grundwerkstoff, der Bauteilgeometrie, der mechanischen Beanspruchung und den geforderten Einsatzbedingungen. Die konkrete Schichtdicke und Nachbehandlung müssen deshalb anhand der technischen Zeichnung beziehungsweise der Kundenspezifikation festgelegt werden.
| Typ | Beschichtung | Schichtdicke | Trommel | Gestell |
|---|---|---|---|---|
| Zn5 | Zink ohne Versiegelung | 5 | Ja | Ja |
| Zn5/A | Zink farblos passiviert ohne Versiegelung | 5 | Ja | Ja |
| Zn5/B | Zink blau passiviert ohne Versiegelung | 5 | Ja | Ja |
| Zn8 | Zink ohne Versiegelung | 8 | Ja | Ja |
| Zn8/A | Zink farblos passiviert ohne Versiegelung | 8 | Ja | Ja |
| Zn8/B | Zink blau passiviert ohne Versiegelung | 8 | Ja | Ja |
| Zn12 | Zink ohne Versiegelung | 12 | Ja | Ja |
| Zn12/A | Zink farblos passiviert ohne Versiegelung | 12 | Ja | Ja |
| Zn12/B | Zink blau passiviert ohne Versiegelung | 12 | Ja | Ja |
| Zn25 | Zink ohne Versiegelung | 25 | Ja | Ja |
| Zn25 | Zink farblos passiviert ohne Versiegelung | 25 | Ja | Ja |
| Zn25 | Zink blau passiviert ohne Versiegelung | 25 | Ja | Ja |
DIN EN ISO 2081 – galvanisch Verzinken
Beim galvanischen Verzinken nach DIN EN ISO 2081 wird elektrochemisch eine gleichmäßige Zinkschicht auf Bauteilen aus Eisen oder Stahl abgeschieden. Das gegenüber Stahl unedlere Zink bietet einen kathodischen Korrosionsschutz und kann den Grundwerkstoff selbst bei kleineren Beschädigungen der Beschichtung weiterhin schützen.
Abhängig von den Korrosionsschutzanforderungen können unterschiedliche Zinkschichtdicken festgelegt werden. Übliche Schichtdicken sind beispielsweise 5, 8, 12 oder 15 µm. Die tatsächlich erforderliche Mindestschichtdicke richtet sich nach der Beanspruchung, der Bauteilgeometrie und der verbindlichen Bestell- oder Zeichnungsangabe.
Galvanische Zinküberzüge eignen sich für zahlreiche Bauteile aus der Automobilindustrie, dem Maschinenbau, der Elektrotechnik und dem allgemeinen Gerätebau. Sie verbinden einen wirtschaftlichen Beschichtungsprozess mit einem gleichmäßigen Oberflächenbild und einem definierten Korrosionsschutz.
DIN EN ISO 2081 – zusätzliche Behandlung der Zinküberzüge
Die galvanisch abgeschiedene Zinkschicht kann durch einen Umwandlungsüberzug und weitere Nachbehandlungen ergänzt werden. Diese Behandlungen erhöhen die Beständigkeit der Zinkoberfläche gegenüber Korrosion und ermöglichen eine Anpassung des optischen Erscheinungsbildes.
Abhängig von der geforderten Normausgabe und Ausführung können unterschiedliche Nachbehandlungssysteme vorgesehen sein. Dazu zählen insbesondere transparente, irisierende beziehungsweise gelbliche oder schwarze Oberflächen. Eine zusätzliche Versiegelung kann die Widerstandsfähigkeit gegenüber Feuchtigkeit, Salzbelastung und weiteren Umwelteinflüssen verbessern.
Die DIN EN ISO 2081 in der Ausgabe 2026 behandelt ausdrücklich galvanische Zinküberzüge, die mit Chrom(VI)-haltigen Lösungen nachbehandelt werden. Für moderne Cr(VI)-freie Zinküberzüge sollte deshalb geprüft werden, ob stattdessen eine Norm wie DIN EN ISO 19598 oder eine kundenspezifische Werknorm anzuwenden ist.
Trommel- und Gestellware nach DIN EN ISO 2081
Galvanische Zinküberzüge nach DIN EN ISO 2081 können abhängig von Bauteilgröße, Geometrie und Oberflächenanforderung als Trommel- oder Gestellware verarbeitet werden. Trommelverfahren eignen sich insbesondere für große Stückzahlen kleiner und robuster Bauteile. Die Gestellbeschichtung wird bevorzugt bei größeren, empfindlichen oder optisch anspruchsvollen Komponenten eingesetzt.
Durch die Auswahl des geeigneten Beschichtungsverfahrens lassen sich unterschiedliche Bauteilgeometrien und Stückzahlen wirtschaftlich und reproduzierbar bearbeiten. Entscheidend für die normgerechte Ausführung bleiben die in der Zeichnung oder Bestellung festgelegte Schichtdicke, Nachbehandlung und gegebenenfalls geforderte Korrosionsbeständigkeit.