Schaeffler S133305-1
Die Schaeffler S133305-1 definiert Anforderungen an galvanisch abgeschiedene Zink-Nickel-Beschichtungen für Bauteile aus Eisenwerkstoffen. Ziel der Werknorm ist ein reproduzierbarer, prozesssicherer und funktionsorientierter Oberflächenzustand mit zuverlässigem Korrosionsschutz.
Die Beschichtungsausführung der Beanspruchungsstufe 2 besteht aus einer Zink-Nickel-Legierung mit Cr(VI)-freier transparenter Passivierung. Eine zusätzliche Versiegelung ist bei dieser Ausführung nicht vorgesehen. Der definierte Schichtdickenbereich liegt zwischen 5 und 17 µm.
Schaeffler nutzt die S133305-1 zur Standardisierung galvanischer Oberflächen innerhalb industrieller und automobiler Serienprozesse. Für Lieferanten und Beschichter bildet die Werknorm eine wichtige Grundlage für Bemusterungen, Serienfreigaben, Qualitätsprüfungen und die reproduzierbare Umsetzung der geforderten Oberflächeneigenschaften.
| Typ | Beschichtung | Schichtdicke | Trommel | Gestell |
|---|---|---|---|---|
| Fe/ZnNI12/F/T2 | Zink-Nickel-Legierung schwarz passiviert und Versiegelung | 12 | Ja | Ja |
| Fe/ZnNI8/A* | Zink-Nickel-Legierung Dickschicht passiviert ohne Versiegelung | 8 | Ja | Ja |
Schaeffler S133305-1 Beanspruchungsstufe 2 – Zink-Nickel-Beschichtung
Die Schaeffler S133305-1 Beanspruchungsstufe 2 beschreibt eine galvanisch abgeschiedene Zink-Nickel-Legierung mit transparenter Passivierung und ohne zusätzliche Versiegelung. Die zugehörige Kurzbezeichnung lautet:
Fe//ZnNi5-17/An//T0
Der Bestandteil „Fe“ bezeichnet den Grundwerkstoff aus Eisen oder Stahl. „ZnNi“ steht für den galvanisch abgeschiedenen Zink-Nickel-Legierungsüberzug. Die Angabe „5-17“ beschreibt den vorgesehenen Schichtdickenbereich von 5 bis 17 µm.
„An“ kennzeichnet die Cr(VI)-freie transparente Passivierung. „T0“ bedeutet, dass keine zusätzliche Versiegelung oder weitere Nachbehandlung vorgesehen ist.
Korrosionsschutz nach Schaeffler S133305-1
Die Zink-Nickel-Beschichtung bietet gegenüber einer klassischen galvanischen Zinkbeschichtung eine erhöhte Beständigkeit gegenüber Feuchtigkeit, Salzbelastung und weiteren korrosiven Umwelteinflüssen. Sie eignet sich deshalb insbesondere für funktions- und montagekritische Bauteile mit erhöhten Anforderungen an den Langzeitkorrosionsschutz.
Die transparente Passivierung schützt die Zink-Nickel-Oberfläche und unterstützt ein gleichmäßiges, technisch sauberes Erscheinungsbild. Da keine zusätzliche Versiegelung vorgesehen ist, liegt der Schwerpunkt auf einer stabilen Legierungsabscheidung und einer reproduzierbaren Passivierung.
Die tatsächlich erforderliche Schichtdicke innerhalb des Bereichs von 5 bis 17 µm sowie ergänzende Prüfanforderungen müssen anhand der Bauteilzeichnung und der jeweils gültigen Ausgabe der Schaeffler-Werknorm festgelegt werden.
Trommel- und Gestellware nach Schaeffler S133305-1
Die Zink-Nickel-Beschichtung nach Schaeffler S133305-1 kann abhängig von Bauteilgröße, Geometrie und Oberflächenanforderung als Trommel- oder Gestellware verarbeitet werden.
Das Trommelverfahren eignet sich insbesondere für hohe Stückzahlen kleiner und mechanisch robuster Bauteile. Die Gestellbeschichtung wird bevorzugt bei größeren, empfindlichen oder geometrisch anspruchsvollen Komponenten eingesetzt. Dadurch lassen sich unterschiedliche Bauteilgeometrien und Serienmengen wirtschaftlich und reproduzierbar beschichten.